Dienstag, 28. Oktober 2014

Ein Arbeitstag in meinem Praktikumsbetrieb

Hallo, alle miteinander. Mein Name ist Cord Beumer, ich bin 18 Jahre alt und besuche die Europaklasse. Vorab möchte ich mich für die vielleicht entstehenden Rechtschreibfehler entschuldigen, aber es ist schwer sich auf den Computer zu konzentrieren, bei 25 Grad und Sonnenschein…
Ich arbeite in einem kleinen Geschäft, so ca. 10 Minuten Fußweg von unserem Appartement, das hauptsächlich Nudeln und andere Teigwaren, die Gluten-/ Zucker-/ oder Laktose-frei sind, verkauft. Es heißt „mangioancheIo“, was übersetzt soviel wie „Ich esse auch“ bedeutet. Im Betrieb herrscht eine eher lockere Atmosphäre im Gegensatz zu deutschen Unternehmen, was meiner Meinung nach aber nur die Beziehungen der Kollegen untereinander und zu ihren Vorgesetzten verbessert. Dies hat den Erfahrungen, die ich bis jetzt machen konnte nach aber nicht zur Folge, dass die Arbeitsmoral darunter leidet oder weniger gearbeitet wird. Natürlich kann ich in der Hinsicht nur für den Betrieb sprechen, in dem ich arbeite.
Meine Aufgabenbereiche sind bis zu diesem Zeitpunkt noch relativ übersichtlich. Zurzeit überprüfe ich das Inventar des Ladens und kontrolliere ob die Anzahl und die Preise der Produkte mit  einem Programm auf dem PC in dem alle Daten enthalten sind, übereinstimmen. Ansonsten versuche ich immer öfter mich in die Kundenbetreuung mit einzuklinken, obwohl das wegen meiner mageren Italienischkenntnisse noch eher nebensächlich bleibt.
Mein Tagesablauf sieht so aus, dass ich um 9.30 Uhr am Betrieb sein muss um dann bis 13 Uhr zu arbeiten. Dann habe ich wie in Italien üblich, Siesta, also eine lange Mittagspause. Die geht bei mir von 13 bis 17 Uhr. In dieser Zeit essen wir was und je nachdem worauf man dann Lust hat geht man zum Strand, schläft, chillt ein bisschen im Appartement oder sonst wo oder schreibt einen Text für die Website der Schule. Viele andere Möglichkeiten hat man jedoch nicht, da eigentlich jedes Geschäft zur Siesta geschlossen ist und es auch ansonsten zu dieser Zeit ziemlich ruhig ist. Ab 17 Uhr bin ich dann wieder im Betrieb und arbeite bis 20 Uhr. Ab da beginnt eigentlich erst der Tag. Mann isst zusammen und dann geht man raus oder macht das, was man in Deutschland auch machen würde.
In meinem Praktikumsbetrieb gibt es eigentlich nur eine Mitarbeiterin, Angela, und die beiden Inhaber des Ladens. Vormittags arbeite ich meistens mit Angela zusammen und ab 17 Uhr ist dann einer der beiden Chefs da.

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Die erste Woche auf Sizilien

Tanti saluti da Barcellona Pozzo di Gotto!

Vor Antritt der Reise waren wir alle aufgeregt. Einige von uns waren etwas verunsichert, weil wir nicht wussten was uns auf Sizilien erwartet. Die anderen waren eher nervös. Trotzdem war es auch eine Erleichterung dem Alltagsstress zu entkommen. 
Am 27.09.2014 ging es endlich los. Abgeflogen sind wir vom Düsseldorfer Flughafen.
Am Flughafen in Catania 
angekommen, waren wir ein wenig überfordert, da wir nicht wussten, wohin wir gehen sollten. Eigentlich sollte uns dort ein Fahrer abholen, den wir aber zunächst nicht finden konnten. Nachdem wir ihn nach 30 Minuten gefunden hatten, konnte es endlich zu unserem Appartement losgehen. Auf der zweistündigen Fahrt von Catania nach Barcellona Pozzo di Gotto war Funkstille im Kleinbus, denn wir waren alle müde und hatten Hunger. Aber der Weg durch die Landschaften nach Barcellona P.G. war atemberaubend, weil wir die einzelnen beleuchteten Städte und auch den Vulkan Ätna sahen. Außerdem  stellten wir fest, dass die Italiener scheinbar keine Verkehrsregeln kennen. Sie fahren, wie sie möchten. Ich hatte schon ein bisschen Angst, dass ich dort nicht heile ankomme. Letztendlich sind wir alle gut angekommen, stellten direkt unser Gepäck in unserem Appartement ab und gingen in einer Pizzeria essen.
Im Nachhinein haben wir uns alle schnell eingelebt, da wir alle zusammen in einem Appartement wohnen und uns dadurch immer besser kennen lernen. Außerdem sind die Italiener sehr hilfsbereit, auch wenn sie uns nicht immer verstehen.
In den ersten Tagen war es schwierig sich zu verständigen, aber die Italiener haben es mit Humor genommen und machten auch mal Späße mit uns. Im Lebensmittelladen haben wir öfters mal Probleme, weil wir manchmal nicht wissen, was wir kaufen und welche Zutaten in den Lebensmitteln sind.

Ich habe Angst, meine Familie und Freunde zu vermissen. Außerdem hatte ich Angst davor, dass wir von den Einwohnern hier nicht angenommen werden, aber hier sind alle nett und akzeptieren uns.
Über unser Appartement waren wir überrascht, weil wir alle dachten, dass jede Gruppe (Joy & Kirsten, Jonah & Cord, Mandy & Alexandra, Leonard) ein eigenes Appartement bekommt. Doch jetzt wohnen wir alle zusammen in einem Appartement mit vier großen Schlafzimmern, zwei Badezimmern, einer Küche, einem großen Wohnzimmer und drei Balkonen. Der Gasherd in der Küche funktioniert super, aber der Gasbackofen ist eine totale Niete im Backen. Mein Bett ist bequem. Es kommt jede Woche eine Reinigungskraft, die die Küche und die beiden Bäder reinigt. 
Jetzt nach einer Woche geht es uns gut, da wir uns gut eingelebt haben und uns hier auch schon teilweise auskennen. Wir haben uns besser kennen gelernt und wissen, wo bei den anderen die Grenzen sind. Zusammen haben wir Regeln aufgestellt, damit keine Konflikte oder Missverständnisse entstehen. 

Ciao,

Mandy Beckmann

Blick auf den Ätna und Sizilien

Dienstag, 21. Oktober 2014

Ein Arbeitstag in einer italienischen Firma

Ein Arbeitstag in meinem Betrieb.



Die Boutique
Ich arbeite in einem Brautmoden Geschäft Namens 'Desio'. 
Es ist gleichzeitig auch eine Boutique. 

Hier werden die Kundinnen und zukünftigen Bräute beraten und die Kleider direkt vor Ort maßgefertigt. Welche Braut hier kein Kleid findet, will gar keins! Die Auswahl ist groß und vielfältig. 
Von schlicht bis verschnörkelt, von lang bis kurz, ist alles dabei.
Meine Arbeitstage sind sehr abwechslungsreich. 
Ich starte Morgens um 09:00 Uhr und helfe meistens Tania, der Angestellten, 
bei der Arbeit. Ich helfe dabei, die passenden Kleider der Kundinnen heraus zu suchen und wieder zurück zuhängen. 
Ich habe mich gewundert, wie schwer so ein Brautkleid sein kann..  aber das nur mal so nebenbei. ;-)
Da Desio neue 'Ware' bekommen hat, habe ich von einigen neuen Kleidern Fotos gemacht und diese nachher den Kleidern zugeordert, sodass das Finden der Kleider in Zukunft einfacher verläuft. 
Das Lager ist ein Paradies für Frauen! Wunderschöne Kleider.
Hinterher nahm ich meinen Laptop und machte mit Hilfe von Markierungen in den Katalogen die Bestandsaufnahme der Kleider zum kommenden Jahr.
Als es 13:00 Uhr war, ging ich in die Pause. 
Um 16 Uhr fing ich mit der Bestandsaufnahme wieder an. 
Anschließend durfte ich zuschauen, wie zwei Frauen ihre Kleider anprobierten. 
Es ist schön, da in einem Brautmodengeschäft immer glückliche Kunden sind. 
Anschließend packten wir die Kleider wieder weg.
Danach bedienten wir noch ein paar Kunden. Schnell war der Tag auch schon um und ich machte um 19:30 Uhr Feierabend. 

Ich fühlte mich ab dem ersten Arbeitstag willkommen. Meine Arbeitskollegen sind sehr nett, auch wenn wir uns wegen der Sprache meistens nicht so ganz verstehen.
Aber mit Hilfe vom 'Google Übersetzer', ließ sich dieses Problem ganz schnell lösen, in einem Mix aus Englisch und Italienisch.
Ich kann nicht genau sagen, wie viele Arbeitskollegen ich nun wirklich habe. Ich bekam schnell den Eindruck, dass eigentlich jeder aus der Familie und aus dem Bekanntenkreis mal half. Die Chefin Antonella ist sehr freundlich und sie ist sehr modisch. Dann gibts noch 'Mamma', die Mutter von Antonella, auch sie ist sehr freundlich. Mariella, die Schneiderin bügelt und näht alles passend für die Kunden.
Kurz gefasst sind alle dort sehr nett, sehr hilfsbreit und gut drauf! Es macht Spaß mit den Italienern zu arbeiten. :-) 

      Ciao, Alexandra Visse