Dienstag, 11. November 2014

Interkulturelle Unterschiede

Unser gewohnter Alltag aus Deutschland unterscheidet sich sehr vom italienischen. Vorab kann man sagen, dass wir dadurch auffallen. Jeder erkennt sofort, dass wir nicht von hier sind. Wir verhalten uns auch sehr deutsch.

Schon unser Morgen beginnt sehr unterschiedlich. Die Italiener lassen den Tag langsam angehen, die Arbeit beginnt erst um 09.00 Uhr. Gerade beim Betrieb angekommen, wird erst einmal ein Espresso mit den Kollegen getrunken und danach beginnt die Arbeit. Meistens kommen eher wenige Kunden. Entsprechend wenig ist zu tun. Pausen oder längere Gespräche von Arbeitskollegen am Arbeitsplatz sind selbstverständlich, bis zur Siesta oder besser gesagt der Mittagspause, die ab 13.00 Uhr beginnt und gerne auch mal ein bisschen früher angefangen wird. Die Siesta ist aber auch keine normale Mittagspause wie wir Deutschen diese kennen. Die Siesta geht bis 16.00 Uhr. Das hängt damit zusammen, dass es in den Sommermonaten zu warm ist um zu arbeiten, besonders in den Stunden der Siesta. Auch wenn jetzt im Herbst das Wetter während der Siesta angenehm ist, wird sie trotzdem beibehalten. Warum, können die Italiener sich selber nicht erklären.

Während der Siesta bleiben auch die Geschäfte geschlossen. Diese öffnen erst wieder ab 16.00 Uhr und damit geht auch für uns der Arbeitsalltag weiter. Erstaunlicherweise hat das Thema Essen hier auf Sizilien eine deutlich größere Bedeutung als bei uns in Deutschland. Dies spiegelt sich in den zahlreichen Gesprächen wieder, die sich um das Abendessen oder generell um Essen drehen. Dieses bekommen sie dann um ca. 20.30 Uhr, da der Arbeitstag um 20.00 Uhr endet.

Für uns Deutsche war es in den ersten Tagen selbstverständlich gegen 19.00 Uhr zu Abend zu essen. Dadurch sind wir ein weiteres Mal aufgefallen. Man hat uns in der Pizzeria sofort erkannt. Der Abend gestaltet sich bei den Italienern ebenfalls anders. Während in Deutschland ein Großteil der Menschen ab 22.00 Uhr zuhause ist und draußen Ruhe herrscht, werden die Italiener ab 23.00 Uhr sehr gesellig. Die Straßen füllen sich und alle treffen sich draußen und reden miteinander, auch gerne mal etwas lauter. Das spielt sich überall ab: in Parks, vor Bars, auf Parkplätzen oder einfach vorm eigenen Haus. Es wird kein, oder zumindest wenig Alkohol getrunken aber es werden viele Zigaretten geraucht.
Diese Treffen halten bis ungefähr 02.00 Uhr nachts an, bis auch auf Sizilien der Tag endet und alle nach Hause gehen.


Dieser Alltag ist eine komplette Umstellung für uns gewesen. Unsere anscheinend komischen deutschen Gewohnheiten werden von den Italienern,  die sehr viel Lachen und viel Scherze machen, stets mit Humor genommen. Leider können wir diese oftmals nicht verstehen. Italiener sprechen nämlich nur Italienisch. Nur wenige sprechen Englisch. Somit ist es umständlich sich zu unterhalten. Dies wirkt sich aber in keinster Weise auf die Hilfsbereitschaft der Italiener aus, die einen notfalls, wenn man sie auch nur nach eine Bäckerei fragt, zur nächsten hinbringen, auch wenn diese einen ganzen Kilometer entfernt ist.



Dienstag, 4. November 2014

Sightseeing auf Sizilien

Am Samstag, den 11.10.2014 haben Mandy, Alexandra, Leonard, Kirsten und ich, Joy, uns das Ziel gesetzt, die Stadt Taormina zu besichtigen.
Wir sind um ca. 14:00 Uhr mit dem Zug nach Taormina gefahren.
Die Stadt Taormina liegt 200 Meter über dem Meer und bietet wunderschöne Ausblicke.  Nach einer 2 1/2 stündigen Fahrt sind wir endlich am Bahnhof in Taormina angekommen. Dort haben wir allerdings bemerkt, dass wir erst einmal noch einen Berg hochlaufen mussten,  bevor wir die Stadt Taormina erreichten. Während des Aufstiegs in die Stadt Taormina konnten wir den Ätna und den Strand "isola bella" sehen.
Nachdem wir völlig verschwitzt aber glücklich oben angekommen sind, ging es weiter in die Stadt.
In Taormina haben wir uns dann schon etwas heimischer gefühlt,  da um uns herum immer wieder Menschen waren, die auch Deutsch gesprochen haben. Wir sind durch viele wunderschöne kleine Gassen gelaufen, in denen viele Souvenirläden aneinandergereiht waren. Hier hat der eine oder andere dann auch ein Souvenir für die Familie oder Freunde gekauft. Anschließend haben wir uns in einem kleinen, gemütlichen Restaurant für den Rückweg gestärkt.
Bevor wir nach Taormina gefahren sind, haben wir überlegt, dass wir gegen 20:00 Uhr mit dem Zug zurück fahren. Eigentlich hatten wir vor, den Berg auch wieder zu Fuß hinabzusteigen.
Im Restaurant haben wir allerdings bemerkt, dass die Zeit um den Bahnhof zu erreichen ziemlich knapp gewesen wäre und so haben wir entschieden, einen Teil der Strecke mit der Seilbahn zurück zu legen und den Rest zu laufen. Als wir wieder völlig verschwitzt am Bahnhof angekommen sind, waren wir stolz auf uns, dass wir an diesem Tag gemeinsam viel gesehen und erreicht haben.

Am 18.10.2014 haben Mandy, Alexandra, Leonard, Cord, Jonah, Kirsten und ich uns dazu entschlossen,  die Stadt Palermo zu erkunden.
Um ca. viertel vor sieben sind wir eine halbe Stunde zu Fuß von unserem Appartement aus zum Bahnhof in Barcellona gelaufen.  Als wir an dem Gleis, an dem unser Zug abfahren sollte, angekommen sind, hat uns ein sehr netter Italiener gesagt,  dass der Zug mit dem wir nach Palermo fahren wollten, nicht fährt. Wir haben dann flexibel unseren Tagesausflug umgeplant und entschieden, zuerst nach Messina und dann nach Palermo zu fahren.
In Messina haben wir lediglich gefrühstückt und uns den Hafen angeschaut, da wir bis zur Abfahrt unseres Zugs nach Palermo nicht viel Zeit hatten.
Nach einer 3-stündigen Zugfahrt sind wir dann endlich in Palermo angekommen.
Wir sind direkt ins Zentrum gegangen,  um dort ein wenig einzukaufen. Die Stadt Palermo bietet ebenfalls kleine schöne Gassen, mit vielen Souvenirständen aber auch größere Einkauffstraßen und viele schöne große Kirchen.
Anschließend haben wir uns den schönen beleuchteten Hafen von Palermo angeschaut und dort gemeinsam Fotos zur Erinnerung gemacht.
Gegen ca. 20:00 Uhr sind wir mit dem Zug zurück nach Barcellona gefahren.
Im Zug hat uns der Schaffner dann gesagt,  dass der Zug nicht bis nach Barcellona durchfährt  und wir in Patti aussteigen sollen, um von dort aus den Zug nach Barcellona zu nehmen. Als wir um ca. viertel nach 11 in unserem Appartement angekommen sind, sind wir alle erschöpft aber glücklich ins Bett gefallen.